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Wie kauft man digitale PC-Spiele?

Steam, Origin, GOG, Uplay – ich will doch nur spielen. Eine Kaufberatung für Einsteiger im digitalen Spielehandel.

Als in den 80er Jahren der Markt für Computerspiele entstand, ähnelten die Packungsgrößen der Spiele eher denen von Vollwaschmitteln. Neben mehreren Disketten gab es auch noch spaßig sinnfreie Gimmicks dazu. Später kamen CDs und danach DVD-Roms und mit Ihnen die heute noch gültige DVD-Box als Standardverpackung sowie die Online-Versandhändler wie amazon als Mittelsmann zwischen Hersteller und Spielefan. Das Staubfangpotential schrumpfte aber im Prinzip blieb alles beim alten: Man kauft ein Game, bekommt eine Packung, darin ein Datenträger und nach der Installation konnte man spielen. Das ist (fast) Geschichte. Das Internet hat auch den Bereich der PC-Spiele gehörig umgekrempelt.

Game-Key

Heute benötigt man nur noch einen Productkey oder Keycode oder kurz: Key. Das physische Medium (die DVD-Rom) in der Verpackung ist oft gar nicht nötig. Das eigentliche Spiel wird komplett aus dem Web gezogen. Dazu gibt man den Game-Key bestehend aus einer ca. 20-stelligen Abfolge von Ziffern und Buchstaben nicht mehr wie früher bei der Installationsroutine ein, sondern vorab in den Gameclient.

Gameclient

Dreh- und Angelpunkt des digitalen Spielekaufs. Der Gameclient ist gleichzeitig Spielebibliothek als auch für das Downloaden und Patchen der Spiele zuständig. Zudem dient er als Kopierschutz und Sichern von Spielständen in der Cloud. Der mit Abstand bekannteste Client ist STEAM von Valve. Speziell für EA-Spiele gibt es Origin. Bei Blizzard dafür battle.net. Ubisoft mischt mit Uplay ebenfalls mit aber mit dem Unterschied, dass Ubisoft Spiele auch bei Steam verfügbar sind – Uplay fungiert dann als DRM-Client im Hintergrund. Zu guter letzt noch der Galaxy Client von GOG. Da Spiele bei GOG keinen Kopierschutz haben, ist hierbei der Lock-In-Effekt geringer.

Kontobindung und Lock-in-Effect

Es gibt keine Möglichkeit, ein Spiel von einem Client zu einem anderen zu bekommen und auch nicht, ein einmal freigeschaltenes Game zu verkaufen oder zu verschenken. Die Spiele sind an einen Account gebunden. Eine Ausnahme in doppelter Hinsicht ist hier GOG. Da die Spiele DRM-frei sind, kann man sie auch herunterladen, lokal speichern und ohne Galaxy-Client installieren und spielen und zudem bietet GOG für einige Spiele an,

Online-Aktivierung

Bevor man ein Spiel installieren kann, muss es per Onlineverbindung aktiviert werden. Dabei wird es unwiderruflich mit dem eigenen Account verknüpft und somit gibt es ein

Wiederverkaufsverbot

Spiele im eigenen Account können nicht mehr verkauft werden.

DRM – Digital Rights Management

Mit „Digitaler Rechte Minderung“ wohl treffender übersetzt als mit Digitalem Rechtemanagement. DRM ist nichts anderes als ein Kopierschutz und soll die Weitergabe und den Zugriff auf digitale Güter kontrollieren, steuern und einschränken.

Onlinezwang

Zum Glück sind wir inzwischen fast immer und überall online. Dennoch ist es schwer vermittelbar, dass alle Clients außer GOG Galaxy erfordern, dass man entweder zum Start des Spiels oder immer online sein muss. STEAM bietet allerdings auch einen Offline-Modus, der aber nicht bei allen Spielen funktioniert.

 

Automatische Updates

Wieder ein Vorteil und Nachteil zugleich: Spiele werden automatisch aktuelle gehalten. Das ist komfortabel und bei Mulitplayer-Partien praktisch allerdings kann der User nicht mehr entscheiden ein Update auszulassen oder erst später durchzuführen.

Spielerprofil

Viele Clients bieten auch ein eigenes Profil mit Avatar, Freundeslisten, Communityfunktionen, Belohnungen etc. an.

Familienbibliothek

Eine STEAM-Funktion mit der es möglich ist, seine Spielebibliothek auch anderen Steamnutzern freizugeben. Um dies zu bewerkstelligen, muss der Nutzer, dem das Spiel gehört, sich auf dem Computer des anderen Benutzers anmelden und diesen Computer autorisieren. Die Autorisierung gilt dann nur für den Computer. Der autorisierte Computer kann dann die Käufe des Steamnutzers, der den Computer autorisiert hat, nutzen, ohne selber bezahlt zu haben. Es gibt allerdings die Einschränkung, dass immer nur ein Benutzer auf eine Spielbibliothek zur selben Zeit zugreifen kann

Jugendschutz

Gerade in Deutschland kann es vorkommen, dass bestimmte Spiele gar nicht verfügbar sind (z.B. Dead Rising 3) oder nur in geschnittener Form (z.B. Wolfenstein: The New Order). Für die Altersverifikation vertraut Steam dagegen auf die Ehrlichkeit der User und nutzt eine einfache Abfrage des Geburtsdatums.

Zahlungsweisen

Je nach Client werden die üblichen Online-Bezahlverfashren unterstützt. Paypal, Kreditkarten, Skrill, etc.